BMW


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1913, Deutschland

Die Bayerische Motoren Werke AG (BMW) ist ein deutscher Hersteller von Automobilen, Motorrädern und Motoren. Vorgänger von BMW waren die 1913 von Karl Rapp gegründeten Rapp Motorenwerke GmbH. Sie änderten ihren Namen im April 1917 zunächst in BMW GmbH und ein Jahr später, nach der Umwandlung in eine Aktiengesellschaft, in BMW AG. Der erste Geschäftsführer war bis 1942 Franz Josef Popp. In der jungen Firma machte sich der aufstrebende Ingenieur Max Friz schnell einen Namen: Er entwickelte 1917 einen Flugzeugmotor mit Überverdichtung. Dadurch wurde der Leistungsverlust in der Höhe verringert. Diese Konstruktion bewährte sich so gut, dass BMW von der Preußischen Heeresverwaltung einen Auftrag über 2.000 Motoren erhielt. Am 17. Juni 1919 wurde mit einem BMW IIIa noch heimlich der Höhenweltrekord von 9.760 Metern erzielt, doch mit dem Ende des Ersten Weltkrieges und dem Versailler Vertrag schien bereits das Ende der Firma gekommen zu sein: Der Friedensvertrag verbot es für fünf Jahre, in Deutschland Flugzeugmotoren - damals das einzige Produkt von BMW - herzustellen. 1922 verließ Hauptaktionär Camillo Castiglioni die Firma und nahm die Namensrechte an BMW mit. Er ging zu den Bayerischen Flugzeugwerken (BFW).

Diese waren aus dem am 7. März 1916 registrierten Gustav-Otto-Flugzeugwerk von Gustav Otto, einem Sohn des Ottomotor-Erfinders Nikolaus Otto hervorgegangen. Dieser 7. März 1916 gilt in der offiziellen Firmengeschichtsschreibung als Gründungsdatum von BMW. Mit dem Wechsel von Castiglioni werden aus den Bayerischen Flugzeugwerken (BFW) BMW.

Ein Jahr nach dem Namenswechsel, 1923, entwickelten Max Friz und Martin Stolle das erste BMW-Motorrad, die R32, und legten damit den Grundstein für eine neue Produktionslinie: Motorräder. Friz brauchte für den Entwurf der R 32 nur fünf Wochen. Bis heute hat sich das Grundprinzip dieses Motorrades erhalten: Boxermotor und Kardanantrieb im Doppelrohrrahmen.

Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich in München. Im Jahr 2005 erzielte es bei einem Umsatz von 46.656 Mio. € einen Nettogewinn von 2.239 Mio. €. Weltweit beschäftigt der Konzern 105.798Mit rund 100.000 verkauften Stück ist BMW der größte Motorradhersteller hubraumstarker Modelle in Europa. In den vergangenen Jahrzehnten etablierte BMW erfolgreich sein Image als Produzent von überdurchschnittlich soliden und wartungsarmen Motorrädern. Dies äußert sich in vergleichsweise hohen Verkaufpreisen der Modelle mit geringem Wertverlust. Durch konsequente Modellpolitik getragen vom hohen Verkaufsanteil der Modellreihen R (mit dem charakteristischen Zweizylinder Boxermotor) und erfolgreichem Motorsportauftritten in Nischenserien (Motorrad-Rallye-WM, Rallye Dakar, BMW-Boxercup) konnte BMW eine große Fangemeinde mit hoher Markenbindung für sich gewinnen. Gewiss verstärkte diese Entwicklung das umfassende Angebot von Zubehörartikel (für Fahrzeug und Reiter) und BMW-Motorradveranstaltungen (Fahrkurse, Touren, Treffen).

Erwähnenswert sind weiters die erfolgreiche Anwendung von unkonventionellen und teils patentierten Konstruktionselementen, wie etwa ABS, Paralever, Telelever oder neuerdings wieder: die Luftfederung in der HP2.

BMWs Versuch, mit dem überdachten Motorroller C 125 im aufstrebenden hubraumschwachen 125ccm-Segment Fuß zu fassen, kann als gescheitert bewertet werden, die Produktion wurde nach wenigen Jahren mangels Verkaufserfolg eingestellt.

BMW-Motorräder waren bis vor einigen Jahren vergleichsweise schwere Bikes mit Leistungsausbeuten weit diesseits des technisch Machbaren. Entgegen der Entwicklung bei den großen japanischen Herstellern wurde jede BMW-Generation schwerer. Erst durch die Präsentation der R 1200 GS leitete BMW 2005 die Neuorientierung seiner Modellpalette ein. Die 1200 GS weist gegenüber der Vorgängerin, der R 1150 GS, rund 30 kg weniger Trockengewicht und 15 PS höhere Leistung auf. Grund dafür war vermutlich der Verkaufserfolg des direkten Konkurrenten 950 Adventure von KTM. Auch die folgenden Neuerscheinungen waren „schärfere“ Würfe nach den eher konservativen Modellen der 1990er. Die HP2 schließlich war mit rund 180 kg Eigengewicht und über 100 PS die kompromisslose Antwort auf KTMs V2-Offroader, die bis dahin herausragende Motorsport- und Verkaufserfolge verzeichneten.

Auf die Erfolge der großen japanischen Hersteller antwortete BMW im Jahr 2006 mit der K 1200 R. Bei Erscheinen war dies das stärkste Naked Bike am Markt. Die Vorgängerreihe (K 1200…) hatte noch einen Vierzylinderreihenmotor mit längs eingebauter Kurbelwelle mit höchstens 130 PS. Das unkonventionelle Konzept mit Nachteilen (unter anderem: Drehmomentimpuls tangential zur Fahrtrichtungsachse bei Kurbelwellenbeschleunigung, asymmetrische Ölansammlung beim Abstellen am Seitenständer) wurde abgelöst durch einen vergleichsweise flach nach vorne geneigten Reihenvierer mit quer liegender Kurbelwelle und über 160PS.

Zu der erfolgreichen, über 15 Jahre lang nahezu unverändert produzierten F-Reihe (F 650 GS/-Dakar und F 650 CS) mit dem Einzylinder Rotax-Motor stellte BMW 2006 die Modelle F 800 S und F 800 ST mit Reihenzweizylinder.

Die 4 BMW-Basismotoren (650ccm Einzylinder, 800ccm Parallel-Twin, 1200ccm Zweizylinder-Boxer und 1200ccm Reihenvierer) werden also jeweils - derzeit wie auch schon in der Vergangenheit - in unterschiedlichen Motorradtypen angeboten. Unter geringer Veränderung von Fahrwerk und Verkleidung stellt BMW Modelle der folgenden Typen her (die Buchstaben hinter der Hubraumgröße bezeichnen dabei das Modell, etwa „GS“ für „Gelände & Straße“):

Mitarbeiter. Die Aktie des Unternehmens ist im DAX der Deutschen Börse notiert.

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